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Jede Gesetzgebung, die den Zins erlaubt, ist null und nichtig.“

Papst Alexander II. (*1010, †1073), Pabst 1061-1073; bürgerlicher Name Anselmo da Baggio

 

Mit nachdrücklichen Worten zeigt euren Gemeinden, daß das Schandmal und Laster des Darlehenszinsnehmens von den Hl. Schriften gebrandmarkt wird und daß es sich in verschiedene Formen und Gestalten hüllt, um die durch Christi Blut zur Freiheit und Gnade zurückgeführten Gläubigen wieder jählings ins Verderben zu stürzen. Sie sollen deshalb, wenn sie ihr Geld anlegen wollen, ja sorgfältig darauf achtgeben, daß sie sich nicht von der Habsucht, der Quelle aller Übel, hinreißen lassen.“

Papst Benedikt XIV. (*1675, †1758), Papst 1740-1758; bürgerlicher Name Prospero Lorenzo Lambertini, Enzyklika gegen die Wuchersünde 01.11.1745

 

Wer bei sich daheim Geld schlafend und untätig liegen lässt, wird exkommuniziert.“

Papst Bonifatius VIII. (*1235, †1303), Papst 1294-1303, in einer Bulle (1303)

 

Wer mehr nimmt als die Leihsumme ausmacht, verstrickt sich in die Sünde des Wuchers. Alles was zur Leihsumme hinzukommt, ist Wucher.“

Papst Eugen III., Pabst 1145-1153; bürgerlicher Name Bernardo Paganelli di Montemagno (1150)

 

Ein immer größerer Teil unserer Arbeit wird von bestehenden Verpflichtungen absorbiert, denen wir nicht ausweichen können. Dies erklärt vieles, was uns bisher rätselhaft war: Den steigenden Stress am Arbeitsplatz; die Querelen in den Familien wegen Geld ... die um sich greifende Umweltvernichtung.“

Paul C. Martin (*1939), Autor und Wirtschaftsjournalist, in "Zahlmeister Deutschland" (1991)

 

Denn wie läuft so ein Schuldenerlass ab? Den armen Teufeln werden die Schulden zwar erlassen, aber damit sind sie nicht verschwunden. Denn die Schulden übernimmt anschließend jener Staat, der das Geld im Rahmen seiner Entwicklungshilfe verliehen hat. Die Schulden hat dann nicht mehr der Staat Indonesien (um ein Beispiel zu nennen) sondern nach dem „Erlass“ die Bundesrepublik Deutschland. Entsprechend bleiben natürlich auch die gleich hohen Guthaben unangetastet.“

Paul C. Martin (*1939), Autor und Wirtschaftsjournalist, Welt am Sonntag 04.10.1998

 

Die pessimistischere Sicht - die ich plausibler finde, besagt, dass die Jagd nach Talenten eine untergeordnete Rolle spielt. Denn schließlich gingen die vollgepackten Lohntüten oft genug an Leute, deren Leistung bestenfalls mittelmäßig war. In Wirklichkeit werden viele so gut bezahlt, weil sie es sind, die die Mitglieder des Aufsichtsrats ernennen - und der wiederum legt ihre Kompensation fest. Es ist also nicht die unsichtbare Hand des Marktes, die zu den monumentalen Bezügen führt. Es ist der unsichtbare Handschlag in den Hinterzimmern der Unternehmenszentralen.“

Paul Krugman (*1953), US-amerikan. Wirtschaftswissenschaftler (Massachusetts Institute of Technology), John-Bates-Clark-Medaille 1991, "Der amerikanische Albtraum" in Die Zeit 46/2002

 

Wirtschaftswissenschaftliche Fragen gehen die Menschen eben direkt an. Die Ökonomie ist - um mit John Maynard Keynes zu sprechen - „von höchster Relevanz“, und zwar in einer Weise, wie dies etwa bei der Literatur-, ja selbst der Geschichtswissenschaft nicht der Fall ist.“

Paul Krugman (*1953), US-amerikan. Wirtschaftswissenschaftler (Massachusetts Institute of Technology), John-Bates-Clark-Medaille 1991, in "Schmalspur-Ökonomie - Die 27 populärsten Irrtümer über Wirtschaft" (2002)

 

Die Nationalökonomen werden nicht müde, den Arbeitern zuzurufen: Arbeitet, damit der Nationalreichtum wachse! Und doch war es einer der ihrigen, Destutt de Tracy, der da sagte: „Die armen Nationen sind es, wo das Volk sich wohlbefindet, bei den reichen Nationen ist es gewöhnlich arm“... Aber von ihrem eigenen Gekrächz betäubt und idiotisiert, erwidern die Ökonomen: „Arbeitet, arbeitet, Proletarier, vermehrt den Nationalreichtum und damit euer persönliches Elend. Arbeitet, um, immer ärmer geworden, noch mehr Ursache zu haben, zu arbeiten und elend zu sein.“

Paul Lafargue (*1842, †1911), franz. Sozialist, in "Recht auf Faulheit" (1883)

 

Für große Teile Europas wird es nicht mehr möglich sein, sich aus Phasen schwachen, volkswirtschaftlichen Wachstums durch die Abwertung von Wechselkursen zu befreien.“

Paul Volcker (*1979, †1987), Chef der Federal Reserve Bank (US-amerikan. Zentralbank) 1979-1987

 

Wo hören meine Rechte auf, wo fangen Monsantos Rechte an?“

Percy Schmeiser, kanad. Farmer, über genmanipulierte Sojapflanzen

 

...bei näherer Überprüfung beißt sich das Argument der Wettbewerbsfähigkeit selbst in den Schwanz. Es beansprucht, Rezepte anzubieten, mit denen einzelne Volkswirtschaften einen größeren Teil des weltwirtschaftlichen Kuchens erwerben können. Doch was passiert, wenn sämtliche Länder im Vergleich zu ihren Nachbarländern wirtschaftlich konkurrenzfähiger werden? Alle Beteiligten sind trotz großer Anstrengungen gleich weit wie zuvor. Wenn beispielsweise sämtliche Rohstoff produzierenden Länder mehr Rohstoffe produzieren, so sinken aufgrund des Überangebots die Preise, ohne dass den einzelnen Produzenten gedient wäre. Zwar kann es sich ein einzelnes Land nicht leisten, innerhalb der allgemeinen Konkurrenzsituation seine Wettbewerbsfähigkeit einfach zu vernachlässigen. Doch das Beispiel der Rohstoffe zeigt, dass wirtschaftliche Modelle nur taugen, wenn sie die Welt als Ganzes in Betracht ziehen.“

Peter Bosshard, Mitarbeiter der Erklärung von Bern

 

Inflation ist nicht nur Betrug am Sparer, nicht nur die unsozialste Form der Umverteilung, sondern auch die Erwerbslosigkeit von morgen. Längst ist widerlegt, dass fünf Prozent Inflation leichter zu ertragen seien als fünf Prozent Arbeitslosigkeit; vielmehr sind null Prozent Inflation die vorzüglichste Voraussetzung für null Prozent Erwerbslose. Der Glaube, Vollbeschäftigung lasse sich mit „ein bisschen Preissteigerung“ erkaufen, musste weltweit teuer bezahlt werden.“

Peter Gillies, Chefredakteur der Tageszeitung "Die Welt", Die Welt (1987)

 

Geld jedoch zu kaufen soll niemand gestattet sein, denn zum allgemeinen Gebrauch geschaffen, darf es nicht Ware sein.“

Philipp VI. von Valois (*1293, †1350), König von Frankreich (1328–1350), Dekret von 1346

 

Das Geld ist der Henker aller Dinge geworden. Die Finanzkunst ist die Retorte, in der eine schreckenerregende Menge von Gütern und Waren verdampft worden ist, um diesen unheilvollen Extrakt zu gewinnen. Das Geld erklärt dem ganzen Menschengeschlecht den Krieg ... Hier ist also der Sklave des Handels sein Herr geworden ... Das Elend der Völker kommt nun daher, daß man einen Herrn aus dem gemacht hat, der ein Sklave war ... Das Geld soll sein in einer beständigen Bewegung, was es nur sein kann, solange es beweglich ist, aber sobald es unbeweglich wird, ist alles verloren.“

Pierre de Boisguillebert (*1646, †1714), franz. Ökonom, in "Dissertation sur la nature des richesses, de l’argent et des tributs [Abhandlung über das Wesen der Reichtümer, des Geldes und der Abgaben]" (1707)

 

Das Geld erklärt dem ganzen Menschengeschlecht den Krieg.“

Pierre de Boisguillebert (*1646, †1714), franz. Ökonom, in "Dissertation sur la nature des richesses, de l’argent et des tributs [Abhandlung über das Wesen der Reichtümer, des Geldes und der Abgaben]" (1707)

 

Wir müssen eine volkswirtschaftlich effiziente Wirtschaftsweise verwirklichen, welche richtig rechnet und sich nicht mit betriebswirtschaftlichen Erfolgen begnügt. In einer freien, aber auch verantworteten Marktwirtschaft müssen sich alle Kosten eines Produkts in seinem Preis niederschlagen - also auch die Folgekosten. Die betriebswirtschaftlichen Gewinne einer Unternehmung garantieren nicht, dass ihre Tätigkeit auch in volkswirtschaftlicher Sicht von Nutzen für die Allgemeinheit ist! Richtig rechnen ist eine Aufgabe ökonomisch-juristischer Art. Der heute betriebene Selbstbetrug ist ein Anreiz zu volkswirtschaftlich schädlichem Verhalten.“

Pierre Fornallaz (*1924), Prof. an der ETH Zürich a.D. und Begründer des Ökozentrums Langenbruck (Schweiz), auf der Tagung "Zukunftsfähige Wirtschaft" der INWO Schweiz, der Erklärung von Bern und der Grünen Partei der Schweiz 15.09.1995

 

Boden, Bodenschätze und Naturkräfte sind ein Geschenk der Natur, und zwar an alle Menschen der Erde. Das Eigentumsprivileg einiger weniger an diesen Naturgeschenken widerspricht also dem natürlichen Recht aller Menschen „unseres“ Planeten an diesen Naturprodukten - also dem Naturrecht.“

Pierre Joseph Proudhon (*1809, †1865), franz. Ökonom, Soziologe und Philosoph

 

Herr Stoiber, warum weiter an der Bildung sparen - die CSU hat doch schon 60%.“

Plakat auf einer Studentendemo in München (2003)

 

Studiengebühren? Nur gegen Spendenquittung!“

Plakat auf einer Studentendemo in NRW (2003)

 

Geld ist nur um des Austausches willen geschaffenes Zeichen.“

Platon (*427 v.Chr., †347 v.Chr.), antiker griech. Philosoph (um 380 v.Chr.)

 

Vor etlichen Jahren habe ich an der Universität Wien eine Diplomarbeit geschrieben zum Thema „Silvio Gesell, Keyns, das Experiment von Wörgl, und das Islamische Bankensystem“ in dem ich die Grundzüge der Freiwirtschaftslehre und der islamischen Wirtschafttheorie - insbesondere dabei die Experimente islamischer (zinsfrei arbeitender) Banken - dargestellt und diese beiden Systeme verglichen habe.

Seit Jahrzehnten habe ich gehofft, daß auch in Österreich wieder Freigeldexperimente in einer zeitgemäßen Form durchgeführt werden – und dies scheint es zu sein, was Sie initiiert haben. Es würde mich freuen, wenn wir in nächster Zeit Gelegenheit zu einem Gespräch fänden und ich biete Ihnen bereits im voraus an Sie mit meinem Wissen über diese Thematik zu unterstützen – falls das für Sie von Interesse ist.“

Prinz Alfred von Liechtenstein, Brief an den Verein "Waldviertler Regional"

 

Elimination des Zinswesens aus den Wirtschaftssystemen der Völker ist daher die Voraussetzung für eine haltbare, nicht auf völlige Desorganisation hinsteuernde Wirtschaftstätigkeit.“

Prof. Dr. Ernst Abbe (*1840, †1905), dt. Astronom, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer, Begründer der Zeißwerke in Jena

 

Ich habe also Gelegenheit gehabt, die heutigen Erscheinungen des Wirtschaftslebens im Bereich eines einzelnen Industriezweiges aus allernächster Nähe anzusehen ... Gemäß den Pflichten, welche meine Stellung mir auferlegte, mußte ich nun diese Erscheinungen stets betrachten vom Standpunkt des Unternehmers und Kapitalisten. Gleichzeitig habe ich sie aber auch immer betrachten müssen mit den Augen des Arbeitersohnes ... Ich habe also die Vorgänge gleichzeitig von ganz entgegengesetzten Seiten her ansehen und aus beiden ein Fazit mir ziehen können unter dem Gesichtspunkt des öffentlichen Interesses und des Gemeinwohls ... Da ausschließlich die menschliche Arbeit Werte erzeugt ..., so kann kein Zweifel darüber bestehen, daß es die Gesamtheit aller Arbeitenden im Volk ist, welche jene Summe für die Gesamtheit aller Besitzenden ... dafür aufzubringen hat, daß die Eigentümer der Objekte des Nationalvermögens diese Objekte der Arbeit des ganzen Volkes als Mittel der Gütererzeugung vorenthalten oder darleihen. Mithin hat ... die Gesamtheit aller Arbeitenden in allen Tätigkeitsgebieten, dem Durchschnitt nach, immer zwei Tage in der Woche zu arbeiten, für die Gesamtheit der Besitzenden, d. h. derer, welche Miteigentümer des Nationalvermögens sind, dessen Verzinsung vorweg aufgebracht werden muß ... Der Zins ist unter dem volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt nur das Kennzeichen der Zwangslage, in welcher die Arbeit sich gegenüber dem Besitz insofern befindet, als die Wertobjekte des Gesamtvermögens als Mittel produktiver Arbeit absolut unentbehrlich sind.“

Prof. Dr. Ernst Abbe (*1840, †1905), dt. Astronom, Physiker, Optiker, Unternehmer und Sozialreformer, Begründer der Zeißwerke in Jena, Zeitschrift für Sozialökonomie Nr. 61

 

Hörend, was im Neuen Testament gesagt wird, frage ich mich immer wieder, wie es denn sein kann, dass der Mann aus Nazareth, den die verfassten Kirchen als den Erlöser der Welt bezeichnen, vor nichts im Himmel und auf Erden, nicht einmal vor dem Teufel, derart energisch gewarnt hat wie vor dem Geld.“

Prof. Dr. Eugen Drewermann (*1940), dt. Theologe und Autor, auf dem "INWO-Perspektivenkongress" (1999)

 

Um vor diesem Hintergrund die religiöse Problematik des Geldes als einer verallgemeinerten Schuldform zu verstehen, muss man nur noch hinzufügen, dass die ersten Kreditgewinnler die Priester waren... Wirtschaftliche Schuld wurde nicht zu Unrecht als eine Konkretisierung der Grundschuld empfunden, die ein jeder Mensch gegenüber der Gottheit abtragen muss... So wenig wie die Kreditgeber sich wünschen können, dass es keine Schuldner mehr gäbe, so ist auch den Priestern daran gelegen, die Menschen ewig in „göttlicher“ Schuld gefangen zu halten.“

Prof. Dr. Eugen Drewermann (*1940), dt. Theologe und Autor, in "Hat der Glaube Hoffnung - Von der Zukunft der Religion am Beginn des 21. Jahrhunderts" (2001)

 

Geld und Zins ‚arbeiten’ gemeinsam zugunsten der Besitzenden. … es kommt jetzt darauf an, das Geld zu sich selbst zu erlösen, ihm seine menschenversklavende, dämonische Kraft zu nehmen man … es entschieden auf das reduziert, als was es ausgegeben wird: ein gesetzlich festgelegtes öffentliches Zahlungsmittel zu sein, in dem sich die unterschiedlichen Werte von Waren gegeneinander verrechnen lassen. … Geld könnte ein neutrales Zahlungsmittel nur sein, wenn man auf die Ausnutzung seines ‚Joker-Vorteils’ verzichten würde, und zwar nicht nur auf der Ebene der individuellen Praxis, sondern in der objektiv vorgegebenen Form der Geldwirtschaft selbst. … Statt das Geld mit dem Mittel des Zinses aus der Reserve zu holen, müsste man ihm umgekehrt ‚Beine machen’: statt den Geldbesitzer förmlich dafür zu belohnen, dass er sein Geld wie seinen Privatbesitz zurückhält, um damit gegebenenfalls auf dem Geldmarkt zur Vermehrung seines privaten Besitzes spekulative Geschäfte zu treiben, könnte eine Liquiditätsabgabe oder ‚Nutzungsgebühr’ den Zins als Umlaufsicherung ersetzen. Das Zurückhalten des Geldes würde mit Kosten verbunden, die nur dann entfallen, wenn das Geld ausgegeben oder auf einem Sparkonto angelegt wird. Die Tatsache liegt offen zutage: es sind die Staaten des kapitalistischen Wirtschaftssystems selber, die allein schon aufgrund ihrer horrenden Überschuldung das Zinssystem nicht mehr tragen können, von dem sie selbst zu profitieren glaubten.“

Prof. Dr. Eugen Drewermann (*1940), dt. Theologe und Autor, in "Jesus von Nazareth - Befreier zum Frieden, Band 2: Glauben in Freiheit, Zürich und Düsseldorf 1996, S. 474-475 und 498-500"

 

Die Resignation ist zu überwinden, wenn Menschen erkennen, dass sie in der Falle sitzen, dass es eine gesellschaftliche Falle ist, dass es einen Weg hinaus gibt und dass es an ihnen ist, ihn zu finden. Die Falle besteht ja darin, dass die vielen einzelnen ihr individuelles Wirtschaftsverhalten nicht als Beitrag zu einer Gemeinschaftsaufgabe begreifen, sondern als ihre Privatsache. Wenn sie aber erkennen, dass es um eine Gemeinschaftsaufgabe geht, die durch gemeinsames Handeln bewältigt werden kann, wenn sie die Bedeutung und die Dringlichkeit der Gemeinschaftsaufgabe erkennen (dringlich, weil die Falle ja schon zugeschnappt ist) und wenn sie eine positive Einstellung zum kollektiven Handeln finden, so haben sie eine Chance, aus der Falle herauszukommen.“

Prof. Dr. Gerhard Scherhorn (*1930), Rektor der Hochschule Wirtschaft und Politik in Hamburg, Prof. für Konsumtheorie und Verbraucherpolitik an der Uni Hohenheim, "Das Ganze der Güter" in "Vom Baum der Erkenntnis zum Baum des Lebens - Ganzheitliches Denken der Natur in Wissenschaft und Wirtschaft" (hrsg. v. Klaus Michael Meyer-Abich) (1997)

 

Die Produktionsfaktoren Arbeit und Umwelt werden vom dritten, dem Kapital, gleichsam ausgesaugt. Seine ungezügelte Expansion schnürt ihnen die Luft ab. Wenn das verstanden würde, käme man nicht auf die Idee, die Verminderung des Umweltschutzes könnte Arbeitsplätze sichern. Arbeitsplatzvernichtung und Umweltzerstörung haben die gleiche Ursache, das müssen wir erst einmal erkennen.“

Prof. Dr. Gerhard Scherhorn (*1930), Rektor der Hochschule Wirtschaft und Politik in Hamburg, Prof. für Konsumtheorie und Verbraucherpolitik an der Uni Hohenheim, Wuppertal Spezial Nr. 7/1997

 

Die Produktionsfaktoren Arbeit und Umwelt werden vom dritten, dem Kapital gleichsam ausgesaugt. Seine ungezügelte Expansion schnürt ihnen die Luft ab. Wenn das verstanden würde, käme man nicht auf die Idee, die Verminderung des Umweltschutzes könnte Arbeitsplätze sichern. Arbeitsplatzvernichtung und Umweltzerstörung haben die gleiche Ursache, das müssen wir erst einmal erkennen.“

Prof. Dr. Gerhard Scherhorn (*1930), Rektor der Hochschule Wirtschaft und Politik in Hamburg, Prof. für Konsumtheorie und Verbraucherpolitik an der Uni Hohenheim, www.hostmaster.org

 

Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine dem Verderben direkt entgegenreifende Entwicklung vor uns und zwar um so sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozeß des Mittelstandes begleitet.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "Die Wirtschaftspolitik des Vaterunser" (1895)

 

Heute scheint die kapitalistische Welt es vorteilhafter zu finden, neben großen Annoncenaufträgen an die Presse die angesehenen Zeitungen aufzukaufen oder doch finanziell zu beherrschen. Dazu kommen große kapitalistische Monopolgesellschaften der Verlagsanstalten, Monopole im Zeitungsnachrichtendienst, in der Herstellung von Unterhaltungsbeilagen für kleinere Provinzblätter usw. In Nordamerika haben einzelne Großkapitalisten Universitäten gegründet, an denen die Theorien des kapitalistischen Erwerbs als Nationalökonomie vorgetragen werden. In Europa ist die Vorliebe der Universitätsprofessoren für die Börse und für die Großbanken in der Mehrheit ganz unverkennbar.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie Bd. 3" (1908)


In unserer Zeit, in der nur zu Viele möglichst rasch reich werden wollen, ist man auch allgemeiner geneigt, die schweren Sünden des rücksichtslosen Erwerbs, der über „Leichen“ zum materiellen Erfolg schreitet, leichter zu verzeihen, als das früher üblich war. Selbst die nationalökonomische Wissenschaft ist offensichtlich bestrebt, dieser modernen Entwicklungstendenz tunlichst Rechnung zu tragen. Und unser Recht mit seiner besonderen Vorliebe für die formale Durchbildung bei sichtlicher Vernachlässigung des materiellen Inhalts der Verträge, begünstigt diese Umprägung der sittlichen Begriffe in hohem Maße.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie Bd. 3" (1908)

 

Krieg ist die Erwerbsart der Reichen ... In einem kapitalistischen System ist Friede niemals möglich . ... Unsere Epoche ist die Zeit der ewigen Kriege.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie" (1908)

 

Man muß sich nur nicht einreden lassen, daß unter „Kapital angesammelte Arbeitsprodukte“ zu verstehen seien, „welche dem Zweck der volkswirtschaftlichen Gütererzeugung dienen“ ... Kapital ist eine kleine oder große Gütermenge, welche der Gewinnsucht dient. Kapitalisten sind Wucherer im weitesten Sinne des Wortes. Unter Wucher verstehe ich ... jede vertragsmäßige Aneignung eines offenkundigen Mehrwertes. Und mit dem Worte Kapitalismus bezeichnen wir heute ein gesellschaftliches System, in welchem die Wucherfreiheit mehr oder minder vollständig zu Recht besteht.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie" (1908)

 

Der heute herrschende Kapitalismus in der Gesellschaft bedeutet ewigen Krieg. ... Die Kriege sind Lösungsversuche wirtschaftlicher Fragen in kapitalistischem Sinne. ... Die entscheidende Frage der Friedensbewegung lautet: Wird es gelingen, den heute herrschenden Kapitalismus aus der Gesellschaft zu beseitigen? ... Bleibt aber das kapitalistische Erwerbssystem herrschend, dann müssen die Zeiten der ewigen Kriege fortdauern trotz aller Friedenskonferenzen.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie" (1908)

 

Bei der nur zu oft maßlosen Inanspruchnahme des Kredits vollzieht sich hier mit Hilfe des Bank- und Börsenkapitals in einer anscheinend planvollen Weise eine nationale wie internationale Verkettung der Privatunternehmungen, die in unserem Kriegszeitalter uns eines Tages einer Krise entgegen zu führen droht, wie sie kaum in der Geschichte der Völker schon erlebt wurde.“

Prof. Dr. Gustav Ruhland (*1860, †1914), dt. Landwirt, Nationalökonom und Agrarpolitiker, in "System der politischen Ökonomie" (1908)

 

Grundsätzlich ist die Verzahnung zwischen finanzieller und realer Sphäre dadurch gewährleistet, daß Erträge aus Finanzmarktanlagen - wie Dividenden und Zinsen - letztlich in der Realwirtschaft „verdient“ werden müssen. ... Auch die Gefahr systemgefährdender Krisen im Finanzsektor durch Schwierigkeiten eines „big player“ ist nicht von der Hand zu weisen.“

Prof. Dr. Hans Tietmeyer (*1931), dt. Volkswirt, Präsident der Deutschen Bundesbank 1993-1999 06.06.1997

 

Die künstliche Stabilisierung von Wechselkursen ist gefährlich und kann zu einer Explosion führen.“

Prof. Dr. Hans Tietmeyer (*1931), dt. Volkswirt, Präsident der Deutschen Bundesbank 1993-1999, zur Asienkrise

 

In unserer Gesellschaft stehen Anständigen und Spitzbuben die gleichen Wege offen - allerdings mit einem Unterschied. Die Spitzbuben bedienen sich zusätzlich gewisser Wege, die der Anständige scheut. So kommt es zu einer ständigen Anreicherung der höheren Gesellschaft mit Schurken.“

Prof. Dr. Hermann Oberth, Raketenforscher

 

Freigeld, richtig angewendet, würde die Vereinigten Staaten in drei Wochen aus der Krise herausbringen.“

Prof. Dr. Irving Fisher (*1867, †1947), US-amerikan. Nationalökonom und Geldtheoretiker an der Yale University, New York

 

So ist unser national umlaufendes Medium nun Transaktionen von Banken ausgeliefert, die verleihen - nicht Geld, sondern das Versprechen Geld zu liefern, das sie nicht haben.“

Prof. Dr. Irving Fisher (*1867, †1947), US-amerikan. Nationalökonom und Geldtheoretiker an der Yale University, New York, Film "Money as Debt" (Paul Grignon)

 

Geld- und Bankwesen sind für den Durchschnittsmenschen so geheimnisvoll, dass von ihnen als einzige volkstümliche Auffassung nur die des „Tabu“ besteht ... Die volkstümlichen Begriffe, einschließlich der dem durchschnittlichen Bankfachmann eigentümlichen, sind so primitiv wie der Aberglaube eines russischen Bauern vor dem Weltkrieg.“

Prof. Dr. Irving Fisher (*1867, †1947), US-amerikan. Nationalökonom und Geldtheoretiker an der Yale University, New York, in "Die Illusion des Geldes" (1934)

 

Die Wirtschaftswissenschaft hat Silvio Gesell tiefe Einblicke in das Wesen des Geldes und des Zinses zu verdanken, jedoch ist Silvio Gesell von der nationalökonomischen Zunft immer als Sonderling betrachtet worden. Er war ja auch kein Professor - und das ist schon verdächtig. Entscheidend ist, daß die grundsätzlichen Ideen, die ordnungspolitischen Ideen von Silvio Gesell richtig und vorbildhaft sind.“

Prof. Dr. Joachim Starbatty, Nationalökonom an der Universität Tübingen, "Eine kritische Würdigung der Geldordnung in Silvio Gesells utopischem Barataria" in Fragen der Freiheit Nr. 129/1977

 

Die Zinsfrage ist in gewissem Sinne die Schicksalsfrage der Menschheit, weil von ihr die Entscheidung: Frieden oder Krieg, Aufbau oder Untergang der Menschheit in hohem Grade abhängt.“

Prof. Dr. Johannes Ude (*1874, †1965), Dekan der Kath.-theol. Fakultät Graz

 

Wer Zins nimmt, lebt auf Kosten der Arbeit anderer, ohne ihnen für diese Arbeit irgendeine Gegenleistung zu geben. Durch den Zins wird der Gleichwertgrundsatz in schwerster Weise verletzt. Christentum und Zins sind unvereinbar.“

Prof. Dr. Johannes Ude (*1874, †1965), Dekan der Kath.-theol. Fakultät Graz

 

Wer also für die ausbeutungsfreie Wirtschaft einsteht, und dafür soll doch jeder Christ einstehen, der kommt nach unserer Überzeugung um das Freigeld nicht herum. … Die Freiwirtschaftslehre ist also gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell von geradezu grundlegender Bedeutung“

Prof. Dr. Johannes Ude (*1874, †1965), Dekan der Kath.-theol. Fakultät Graz, in "Das Geld - Sein Einfluss auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, Gams/Schweiz 1935, S. 172 und 242"

 

Eine Erhöhung des Zinsfußes als ein Heilmittel für den Zustand, der sich aus einer verlängerten Periode abnorm beträchtlicher Neuinvestition ergibt (Vollbeschäftigung, Verminderung der Kapitalnachfrage) gehört zu den Heilmitteln, welche die Krankheit heilen, indem sie den Patienten töten.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge

 

Schwierig sind nicht die neuen Gedanken; schwierig ist nur, von den alten loszukommen.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge

 

Es ist sicher, dass die Welt die Arbeitslosigkeit ... nicht länger dulden wird. Ich bin überzeugt, dass ... es nicht schwierig wäre, den Bestand an Kapital bis auf einen Punkt zu vermehren, auf dem seine Grenzleistungsfähigkeit (Rentabilität) auf einen sehr niedrigen Stand gefallen wäre ... Dieser Zustand würde ... den sanften Tod des (Kapital-) Rentners bedeuten und folglich den sanften Tod der sich steigernden Unterdrückungsmacht des Kapitalisten, den Knappheitswert des Kapitals ausbeuten ... Der Besitzer von Kapital kann Zinsen erhalten, weil das Kapital knapp ist, gerade wie der Besitzer von Land einen Pachtzins erhalten kann, weil das Land knapp ist. Aber während Gründe für die Knappheit von Land bestehen mögen, bestehen an sich keine Gründe für die Knappheit des Kapitals.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge

 

All die unglückseligen Ereignisse, die Reichtum und Glück auf der ganzen Welt so empfindlich getroffen haben, sind den Leitern der Notenbanken anzukreiden.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge

 

Ich unterstütze all jene, die wirtschaftliche Verwicklungen zwischen den Nationen vermindern, statt sie zu maximieren. Ideen, Wissen, Gastfreundschaft, Reisen, alle diese Dinge sollten ihrer Natur gemäß international sein. Aber Waren sollten einheimisch sein, wann immer das vernünftig und einfach möglich ist. Und vor allem muss das Finanzwesen national bleiben.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge

 

Obschon dieser Zustand nun sehr wohl mit einem gewissen Maß von Individualismus vereinbar wäre, würde er doch den sanften Tod des Rentiers bedeuten und folglich den sanften Tod der sich steigernden Unterdrückungsmacht des Kapitalisten, den Knappheitswert des Kapitals auszubeuten ... Ich betrachte daher die Rentnerseite des Kapitalismus als eine vorübergehende Phase, die verschwinden wird, wenn sie ihre Leistung vollbracht hat.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, in "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936)

 

Die hervorstechenden Fehler der wirtschaftlichen Gemeinschaft, in der wir leben, sind ihr Versagen, für Vollbeschäftigung Vorkehrung zu treffen und ihre willkürliche und unbillige Verteilung des Reichtums und der Einkommen.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, in "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936)

 

Ich glaube, dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, in "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936)

 

Der Zweck von Gesells Buch als Ganzes kann als die Aufstellung eines antimarxistischen Sozialismus beschrieben werden, eine Reaktion gegen das laissezfaire, auf theoretischen Grundlagen aufgebaut, die von jenen von Marx grundverschieden sind. Ich glaube, daß die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird. Das Vorwort zu „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ wird dem Leser, wenn er es nachschlägt, die moralische Höhe Gesells zeigen. Die Antwort auf den Marxismus ist nach meiner Ansicht auf den Linien dieses Vorwortes zu finden.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, in "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936)

 

Wenn ich recht habe mit meiner Annahme, dass es verhältnismäßig leicht sein sollte, Kapitalgüter so reichlich zu machen, dass die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals [sein Ertrag] null ist, mag dies der vernünftige Weg sein, um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden. Denn ein wenig Überlegung wird zeigen, was für gewaltige gesellschaftliche Veränderungen sich aus einem allmählichen Verschwinden eines Verdienstsatzes auf angehäuftem Reichtum ergeben würden. Es würde einem Menschen immer noch freistehen, sein verdientes Einkommen anzuhäufen, mit der Absicht, es an einem späteren Zeitpunkt auszugeben. Aber seine Anhäufung würde nicht wachsen ... Obschon dieser Zustand nun sehr wohl mit einem gewissen Maß von Individualismus vereinbar wäre, würde er doch den sanften Tod des Rentiers bedeuten, und folglich den sanften Tod der sich steigernden Unterdrückungsmacht des Kapitalisten, den Knappheitswert des Kapitals auszubeuten.“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, in "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936)

 

Das eigentlich Problem besteht darin, ein soziales System zu finden, das sowohl ökonomisch wie auch moralisch effizient ist…“

Prof. Dr. John Maynard Keynes (*1883, †1946), Nationalökonom an der Universität Cambridge, unveröffentliches Papier in Robert Skidelsky 1992 "John Maynard Keynes Vol. 2 - The Economist as Saviour 1920-1937" S 241

 

Die Milliarden von Dollar, die der IWF bereitstellt, dienen dazu, den Wechselkurs für kurze Zeit auf einem langfristig nicht haltbaren Niveau abzustützen; unterdessen können die Ausländer und die Reichen ihr Geld (durch die offenen Kapitalmärkte, die der IWF den Ländern aufoktroyiert hat) zu günstigeren Bedingungen außer Landes schaffen. Für jeden Rubel, für jede Rupie und für jeden Cruzeiro erhalten die Inländer mehr Dollar, solange der Kurs gestützt wird. Mit diesen Mitteln werden vielfach die Forderungen ausländischer Gläubiger erfüllt, auch wenn es sich um private Schulden handelt. Private Verbindlichkeiten werden so faktisch in öffentliche Verbindlichkeiten überführt.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, "Die Schatten der Globalisierung" (zur bail-out-Politik des IWF anlässlich der Russland-Krise) (2002)

 

Die Menschen ernähren sich nicht von Wechselkursen oder Zinssätzen.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, http://www.leaderplus-delitzscher-land.de/html/komplementarwahrung.html

 

Die Menschen ernähren sich nicht von Wechselkursen oder Zinssätzen. Arbeitnehmer sorgen sich um ihre Arbeitsplätze und ihre Löhne.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, in "Die Schatten der Globalisierung" (2002)

 

Der IWF und die Vertreter der neoliberalen Ideologie postulieren, man solle sich nicht um die Armen kümmern, sondern die Reichen reicher werden lassen, weil der Wohlstand dann schon zu den Armen durchsickern werde. Aber davon ist nichts zu sehen.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, in "Die Schatten der Globalisierung" (2003)

 

Die Geschichte der Krisenbewältigung ist eine Geschichte der Sozialisierung der Verluste, das wird in jedem Beispiel deutlich. Die Sanierung der finanziellen Notstände geschieht letztlich einerseits zu Lasten der Bankkunden, denen höhere Kreditzinsen und geringere Zinserträge aufgebürdet werden, andererseits zu Lasten der Steuerzahler. ... In all den Länder-Krisen der letzten Jahre (Ostasien-, Russland-Krise) erfolgte die Rettung privater Spekulanten vor drohenden Verlusten durch öffentliche Gelder.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, in "The Roaring Nineties. Der entzauberte Boom" (2004)

 

In den USA markierte der Zusammenbruch von Sparkassen, der Savings & Loans Associations, die risikoreiche Spekulationsgeschäfte eingingen, eine neue Ära in dem Sinne, dass zur Sanierung dieser Institute Hundert Milliarden Dollar auf Kosten der Allgemeinheit aufgebracht werden mussten, um die US-Wirtschaft (und damit auch das Weltfinanzsystem) vor größeren Schäden zu bewahren.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, in "The Roaring Nineties. Der entzauberte Boom" (2004)

 

Unter Globalisierung versteht man das wirtschaftliche Zusammenrücken aller Länder als Folge der gesunkenen Transport- wie Kommunikationskosten und des Abbaus künstlicher Handelsschranken.“

Prof. Dr. Joseph Stiglitz (*1943), US-amerikan. Ökonom, ehem. Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Vize-Präsident der Weltbank 1997-2000, Ökonomie-Nobelpreis 2001, Offizielle Definition der EU von Globalisierung in einem Interview in Das Magazin 04.01.2003

 

Wenn eine Wirtschaftsordnung langfristig stabil bleiben soll, dann muss sie sich vom Konzept der Vermögensverzinsung verabschieden.“

Prof. Dr. Jürgen Kremer, Prof. für Wirtschaftsmathematik, Humane Wirtschaft 01/2009

 

Die Welt als Schöpfung Gottes zu verstehen, bedeutet gerade nicht, sie als Welt des Menschen anzusehen und in Besitz zu nehmen. Ist die Welt Gottes Schöpfung, dann bleibt sie sein Eigentum und kann von Menschen nicht in Besitz genommen werden, sondern nur als Leihgabe empfangen und treuhänderisch verwaltet werden. Sie ist nach den Maßstäben der göttlichen Gerechtigkeit zu behandeln, nicht nach den Wertvorstellungen menschlicher Machtentfaltung.“

Prof. Dr. Jürgen Moltmann, in "Gott in der Schöpfung - Ökologische Schöpfungslehre, Gütersloh 4. Aufl. 1993, S.

 

Das Verbot des Zinses ist nicht bloß eine einzelne wirtschaftlich-soziale Maßregel, sondern ein gewaltiges Prinzip: die Verhinderung der Geldherrschaft. In diesem Sinne geht das Zinsverbot durch die christliche Kultur... Es gilt in der ganzen altchristlichen Zeit und im ganzen Mittelalter. Zinsnehmen bleibt Wucher. Erst die kirchliche Reformation und die weltliche Renaissance heben das Zinsverbot auf und öffnen damit jener Entwicklung zum Kapitalismus die Bahn, welche die Geldherrschaft zuletzt auf den Gipfel bringt, Gott und den Menschen durch den Mammon verdrängend. Es ist ein Erwachen der Revolution des Mose, wenn die Freigeldbewegung wieder das Zinsproblem im Sinne der Beseitigung des Zinses auf den Leuchter gestellt hat. In diesem Sinne darf man das Buch von Silvio Gesell „Die Natürliche Wirtschaftsordnung“ neben „Das Kapital“, „Fortschritt und Armut“ und „Das Ur-Eigentum“ stellen.“

Prof. Dr. Leonhard Ragaz (*1868, †1945), schweiz. Theologe und Mitbegründer des christlichen Sozialismus in der Schweiz, in "Die Bibel - eine Deutung Band 2, Zürich 1947, S. 133-134"

 

Wir wollen hier ganz besonders den Bahnbrechern wie Proudhon, Walras und Silvio Gesell unsere Hochachtung bezeugen, die die größte Versöhnung von Individualismus und Kollektivismus vollbracht haben, auf der die von uns angestrebte Wirtschaftsordnung beruht.“

Prof. Dr. Maurice Allais, Nationalökonom an der Universität Paris (1947)

 

Silvio Gesell hat es verstanden, klar und verständlich zu schreiben - eine Gabe, die sowohl den reinen Theoretikern und Reformern wie auch machen Praktikern unserer heutigen Zeit weitgehend abgeht. Die „Natürliche Wirtschaftsordnung“ ist auch heute noch lesenswert... Gesell entwickelte geniale Konzeptionen und wurde vergessen, während die jeweiligen weniger genialen Zeitgenossen einige Generationen blendeten, ehe sich auch hier die Vorstellung einer Falsifizierung durchsetzte.“

Prof. Dr. Oswald Hahn, Nationalökonom an der Universität Erlangen-Nürnberg, "In memoriam Silvio Gesell" in Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen Nr. 6/1980

 

Wie war das Verhältnis Jesu von Nazareth zum Geld? Es herrscht die Auffassung vor, dass er dem Mammon total abhold war und alle Finanzgeschäfte ganz unzweideutig und rigoros verdammt habe. Weit gefehlt!! … Gegen einen gerechten Umgang mit Geld und Mitwirkung im Wirtschaftsleben hatten Jesus und die Pharisäer (der ja einer der ihren war) nichts einzuwenden - unter der Bedingung allerdings, dass die Fürsorge für die Randsiedler der Gesellschaft dabei nie zu kurz kommen dürfe. … Wogegen alle Rabbinen vehement zu Felde zogen, war finanzielle Korruption, Habgier, Geiz und Neid. Eine in weiten christlichen Kreisen missverstandene Aussage Jesu ist seine angebliche Empfehlung, sorglos zu sein wie die Vögel des Himmels und in den Tag hinein zu leben wie die Lilien des Feldes. (Mt 6) … Aus all seinen Gleichnissen spricht eine große Liebe für die Schöpfung und genaue Kenntnis der Natur. Er wusste so gut wie wir alle, dass die Vögel sehr eifrig und emsig für den morgigen Tag sorgen, indem sie beispielsweise ihre Nester mühselig Halm um Halm vorbereiten und bauen. Was meinte Jesus also mit diesem Bilde? ‚Nestbauen’ schon, aber keine Zweit- und Dritt-Nester! Von einem In-den-Tag- Hineinleben kann keine Rede sein; aber auch nicht vom gierigen ‚Hamstern’. Ähnlich verhält es sich mit Jesu ‚Blumengleichnis’. Wie fleißig ist doch unsere Lilie, wenn man es genauer betrachtet, wie sie ihr Wasser und den benötigten Stickstoff aus dem Erdreich herauf saugt und mit Hilfe eines genialen Prozesses der Fotosynthese das Sonnenlicht verwertet. Also äußerst kreativ ist sie sogar und unermüdlich noch dazu.“

Prof. Dr. Pinchas Lapide, in "Jesus, das Geld und der Weltfrieden“, Gütersloh 1991, S. 17-18

 

Eine bodenlose Naivität - um nicht ein schlimmeres Wort zu wählen - nicht zuletzt im Angesicht der bevorstehenden Wahlen 1990 - prägte die Finanzplanung.“

Prof. Dr. Reimut Jochimsen, dt. Ökonom, Präsident der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen

 

Während die Finanzströme in manchen Sektoren jährliche Wachstumsraten von bis zu 40% aufweisen, bleiben das reale Wirtschaftswachstum sowie auch die Entwicklung des Welthandels weit dahinter zurück. Es scheint, als löse sich die Finanzsphäre von der Realwirtschaft!“

Prof. Dr. Stefan Brunnhuber, Europäische Akademie der Wissenschaften, http://www.leaderplus-delitzscher-land.de/html/komplementarwahrung.html

 

Tauschringe und Komplementärwährungen werden als Gegenreaktion zur abstrakten Geldwirtschaft und anonymen Konsumgesellschaft etabliert, in denen die Menschen zusammenfinden und versuchen, immer weitere Teile ihrer ökonomischen Bedürfnisse abseits der Standardökonomie zu befriedigen.“

Prof. Dr. Stefan Brunnhuber, Europäische Akademie der Wissenschaften,Harald Klimenta, in "Wie wir wirtschaften werden - Szenarien und Gestaltungsmöglichkeiten für zukunftsfähige Finanzmärkte" (2003)

 

Ist der Kapitalismus eine Religion, so wäre ihr Gott das Geld. … Geld ist allgegenwärtig und allmächtig, und es lässt die, die ausreichend über es verfügen, an diesen göttlichen Attributen teilhaben. Es gibt nichts, was von der Macht des Geldes unabhängig wäre. Alles ist für Geld zu haben. … Auf das Geld richten sich die Haltungen, die sonst Gott galten: Vertrauen, Treue, Sicherheit, Geborgenheit, Mut zur Zukunft, Liebe, Hoffnung, unersättliches Begehren. Wo es aber fehlt, herrschen Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Geld ist, in den Begriffen der Theologie gesprochen, zum ‚Sakrament der bürgerlichen Gesellschaft’ geworden: das sichtbare Zeichen der unsichtbaren Gnade. Die Verteilung der Lebenschancen, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Reichtum und Armut, Glück und Unglück, gelingendes oder gescheitertes Leben werden vom Geld bestimmt wie früher von der göttlichen Vorsehung. Es vermittelt, wie einstmals die kirchlichen Sakramente, zwischen Immanenz und Transzendenz. Es ist in allem … und es ist über allem als das Absolute, das alles beherrscht und selbst nicht beherrscht werden kann. Geld ist die schlechthin alles bestimmende Wirklichkeit. … Geld kann nicht in der Weise Gott sein, wie auf dem Boden der abendländischen Religionsgeschichte gesprochen worden ist. Es ist nicht personal; man kann kein Gebet an es richten. Ihm wird keine ausdrückliche kultische Verehrung zuteil, wie immer man auch die sakral anmutende Architektur der Bank- und Versicherungsgebäude werten mag.“

Prof. Dr. Thomas Ruster, in "Der verwechselbare Gott - Theologie nach der Entflechtung von Christentum und Religion. Freiburg 5. Aufl. 2002, S. 142-144"

 

Haben wir es beim gegenwärtigen Weltwirtschaftssystem mit einer besonderen Bekenntnisfrage wie im Fall des Nationalsozialismus und der Apartheid zu tun? Müssen wir uns in diesem Sinn zu einer eindeutig bekennenden Kirche entwickeln? … Dies ist eine Lebensfrage der Kirche, deren Langzeitwirkung ähnlich wie die ihres Versagens vor der Arbeiterfrage im 19. Jahrhundert sein wird. … Hier müssten sich Kirchen und Theologie ins Detail der multinationalen Wirtschaft hineinbegeben. Es handelt sich um die Frage des Glaubensgehorsams, wenn es um die Frage Mammon geht. … Heute hat die Geldwirtschaft eine fast totale Macht. … Die Völker der Erde müssen sich gemeinsam auf die Suche nach Alternativen für das Leben der Menschen und der Erde machen. Freilich, im Blick auf die Weltwirtschaft drängt die Zeit. Die Menschen sterben zu Millionen und das Kirchesein der Kirche verdunkelt sich immer mehr, solange sie den ‚Massenmord unserer Tage’ stillschweigend oder nur mit Lippenbekenntnissen hinnimmt.“

Prof. Dr. Ulrich Duchrow, in "Weltwirtschaft heute - Ein Feld für Bekennende Kirche? München 1986, S. 17, 86, 143, 223 und 226"

 

Wo es Sparer gibt, die für die Zukunft vorsorgen, darf es nicht an Investoren mangeln, die bereit sind, sich zu verschulden.“

Prof. Herbert Giersch (*1921), dt. Ökonom, Prof. an der Uni Saarbrücken und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Gründungsmitglied "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung"

 

Das Kapital geht zur Arbeit nur dann, wenn die Arbeit sich so marktgerecht billig anbietet, daß für das Kapital nachhaltige Gewinnchancen bestehen.“

Prof. Herbert Giersch (*1921), dt. Ökonom, Prof. an der Uni Saarbrücken und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Gründungsmitglied "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung", Wirtschaftswoche 03.07.1997

 

Früher vertrieben die Reichen von Paris die Armen mit Waffengewalt; jetzt mittels des Bodenpreises.“

Prof. Jean-Pierre Dupuy, Leiter der Forschungsabteilung CREA an der Ecole Polytechnique in Paris, zugleich Prof. für Politische Ökonomie an der Stanford University in Kalifornien

 

Wenn alle Länder aneinandergekoppelt wären, würden wir alle in der Falle sitzen. Niemand könnte seine eigene Wirtschaftspolitik machen. Wir müßten die Zinsen in schwindelerregende Höhen schrauben, um die Währungen gegen Abwertungen zu verteidigen. Damit würden wir jedes Wachstum abwürgen, immer mehr Leute in Leid und Elend stürzen.“

Prof. Jeffrey Sachs, Harvard Universität, USA

 

Gegenüber Regierungen der Industrieländer spielen die institutionellen Anleger ihre „Exit-Option“ aus, d.h. die Möglichkeit, das von ihnen gesammelte Kapital jederzeit und praktisch ohne Kosten - gestützt durch den hohen Entwicklungsstand der Informations- und Kommunikationstechnologie - in ein anderes Land zu verlagern. Dies setzt die Regierungen unter Druck, ihr Land zum attraktiven Standort für Finanzanleger zu machen und ihre Wirtschaftspolitik ganz an deren Interessen auszurichten.“

Prof. Jörg Huffschmid (*1940), Prof. für Politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik an der Universität Bremen, Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, in "Globalisierte Finanzmärkte in "Unsere Welt ist keine Ware" (2002)

 

Das Problem der Hedge-Fonds liegt nicht darin, dass die riskanten Anlagestrategien möglicherweise zu Verlusten für die Anleger führen. Da es sich um sehr vermögende Personen bzw. Unternehmen oder Organisationen handelt, bedürfen sie weder besonderen Schutzes noch besonderen Mitleids. Das Problem besteht darin, dass sie im Verlustfall die kreditgebenden Institutionen mit sich reißen und die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden können.“

Prof. Jörg Huffschmid (*1940), Prof. für Politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik an der Universität Bremen, Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, in "Politische Ökonomie der Finanzmärkte" (1999)

 

Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems.“

Prof. Ludwig von Mises (*1881, †1973), öst. Ökonom, in "Ludwig von Mises: Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel. Habilitationsschrift 1912"

 

Es gilt ja weiterhin: Die Gewinne sind privatisiert, aber die Entsorgung über kostspielige Müllverbrennungsanlagen muss die Allgemeinhait tragen.“

Prof. Michael Braungart, Profsessor für Chemische Verfahrenstechnik, Greenpeace-Aktivist, Gründer der Umwelzschutzargentur EPEA, Mitbegründer des Hamburger Umwelt-Instituts (HUI) und der McDonough Braungart Design Chemistry (MBDC, Virginia, USA), Interview von Uwe Pütz in mobil 02/2007 (ÖBB) (2007)

 

Die enormen Reichtümer des Klerus und ein Aufblühen der Geldwirtschaft lockte die Kirchenmänner vermehrt Zins zu nehmen. In der Spätscholastik (15./16.) wurde das Verbot immer stärker gelockert. Im Zuge der Industrialisierung (Ende 19. Jahrhundert) wurde die Untersagung endgültig aufgehoben. Nur wenige christliche Theoretiker hielten dagegen. Vor allem Jesuiten und Anhänger des christlichen Sozialismus hielten am Zinsverbot fest.“

Prof. Roland Geitmann, dt. Verwaltungsjurist, Prof. an der Fachhochschule Kehl, Vorsitzender der Christen für gerechte Wirtschaftsordnung, Sprecher des Kuratoriums von Mehr Demokratie, "Bibel, Kirchen, Zinswirtschaft" Vortrag auf der Tagung der "Internationalen Vereinigung für Natürliche Wirtschaftsordnung" am 10.9.1989 in: Zeitschrift für Sozialökonomie 80/1989

 

Japan ist praktisch bankrott. Das Land hat ein riesiges Staatsdefizit. Die öffentliche Verschuldung, inklusive Rentenverpflichtungen, beträgt zweihundertfünfzig Prozent des Bruttosozialprodukts. Wenn Sie die bankrotten Banken und Rentenfonds hinzuzählen, erreicht sie dreihundert Prozent. Daneben sieht Italien wie eine Insel der Solidität und Stabilität aus.“

Prof. Rudi Dornbusch, Ökonom

 

Stark kritisiert wurden die Praktiken vieler Banken hinsichtlich ihrer Aktienemissionsgeschäfte. Diese Geschäfte seien zur künstlichen Aufblähung der Aktienpreise neu emittierter Titel und zur Bereicherung einer Gruppe von Insidern missbraucht worden. Neben der kritisierten ungleichen Behandlung der Investoren bei der Zuteilung neuer Aktien wird auf die Marktverzerrung verwiesen, die durch Kursmanipulation und geschönte Analysen ausgelöst worden ist.“

Prof. Teodoro D. Cocca, Ordentlicher Prof. für Betriebswirtschaftslehre, Johannes Kepler Universität Linz, NZZ 95 25.04.2003

 

Währungsinstabilitäten werden häufiger. Regionalgeld kann helfen, die negativen Folgen aufzufangen.“

Prof. Ulrich Scheiper, FH Würzburg, Frankfurter Rundschau 15.10.2004

 

Geld regiert die ganze Welt.“

Publilius Syrus, römischer Autor im 1. Jahrhundert v.Chr., Mimi Sententiae (um 50 v.Chr.)

 

Geld auf Zinsen ausleihen und die Zinsen für das ausgeliehene Geld zum Kapital zu schlagen, ist den Germanen unbekannt, und das schützt sie besser davor, als wenn Verbote beständen.“

Publius Cornelius Tacitus (*55 n.Chr., †115), bedeutender römischer Historiker und Senator, in "Germania" (98 n.Chr.)

 

 

 

 

 

 

Gelesen 9997 mal Letzte Änderung am Samstag, 20 August 2011 16:35
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